Der Frosch Thorsten
Inmitten von begrünten Tümpeln,
sieht man die Frösche fröhlich mümpeln.
Mal klein, mal groß, zumindest dick,
mit großen Augen, welch ein Blick.
Sie sind recht fleißig, selten faul
und haben oft ein breites Maul.
Das brauchen sie zum Fliegenfangen,
als Fliege würd mir mächtig bangen.
In ihrer Mitte sitzt der Thorsten,
der hätte gerade so gerne Borsten,
der wäre gern einmal ein Schwein,
die Freunde sagen, lass das sein.
Bist du nicht stolz auf grüne Farbe?
Nicht stolz auf deine Storchennarbe?
Nicht froh ein schöner Frosch zu sein?
Wie hässlich ist doch jedes Schwein.
Doch Thorsten übt bereits das Grunzen,
er wird das Froschkonzert verhunzen!
Er schnüffelt schon mit seiner Gusche,
es tröpfelt sacht, es kommt ne Husche.
Die Frösche wollen das nicht sehen,
man sieht sie schon zu Wasser gehen.
He, Thorsten, kommst du endlich mit?
Doch schwimmend ist ein Schwein nicht fit.
Er springt ins Wasser voller Lust,
was folgt? wir haben es gewusst.
Er sinkt und sinkt und sinkt und sinkt,
bis ihm das Schweinsein mächtig stinkt.
Da bleibt er lieber doch ein Frosch,
der Wunsch als Schwein sofort erlosch.
Schon sieht man ihn am Schilfrohr schunkeln,
der Abend naht mit Sternenfunkeln.
Seerosenblätter sind weiche Kissen,
die möchten Frösche nie vermissen.
Und alle schlafen glücklich ein,
als schöner Frosch und nicht als Schwein.
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Unsere Erde
Unsere Erde ist wunderschön,
seht ihren Reichtum in Grün,
überall zwischen Tälern und Höhn,
kann Leben immer erblühn.
So sprach der Opa Dackel froh
und alle Kinder staunten da,
die Maus, der Bär und auch der Floh,
auch die Frau Frosch – Mama.
Unsere Erde, sagte dann Vater Maus,
hat schöne Meere in Blau
und überall sind wir Tiere zu Haus
und Winde wehen so lau.
Unsere Erde, sang dann Mutter Specht,
soll immer nur friedlich sein,
so ist es den Menschen, den Tieren recht,
in Liebe und Sonnenschein.
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Heilig Abend
Weißer Schnee deckt müde Wiesen, jetzt mit leisen Streicheln zu,
kalte Bäche langsam fließen, ihrem fernen Ende zu.
Kinderaugen strahlen froh, staunend vor den vielen Kerzen,
Weihnachtsfreude überall, füllt die kleinen Kinderherzen.
Lichter funkeln in den Fenstern, künden Weihnacht uns jetzt an,
Mutter fragt mit einem Lächeln, glaubst du an den Weihnachtsmann?
Logo, sag ich, ganz bestimmt, denk an den Zettel voll mit Wünschen,
weiß genau ein großer Teil, kommt von Onkel Max aus München.
Nur das Warten ist nicht schön, kündet Zukunft Freude an,
vierundzwanzig lange Tage, wann kommt nur der Weihnachtsmann?
Der Kalender mit Schokolade, tröstet uns so manche Tage,
bis ich dann vorm Nachbarn stehe und ihm ein Gedicht vortrage.
Kommt in seinen alten Stiefeln, die er sonst zum Wandern trägt,
hat in seinem Schrebergarten, eine Rute abgesägt.
Fragt ob alle meine Tage, immer ohne Bosheit waren,
Tante wünscht sich immerhin, Lieder ferner Engelscharen.
Endlich greift er in den Sack, dessen Umfang mich begeistert,
hüpf vor Freude wie ein Hase, Tetris hab ich gleich gemeistert.
Mutter schenk ich einen Spiegel, war ein langer Wunsch von ihr,
Vater schenk ich einen Wecker, stell ihn lachend auf um Vier.
Und mein Bruder ist der Größte, strahlend hält er seinen Schal,
herrlich bunt sind seine Farben, Fußballweihnachtsabendmahl.
Aus dem Radio tönen Glocken, Weihnachtsduft in jedem Zimmer,
Omas bunte Weihnachtsteller, krönt die Weihnacht wie schon immer.
Eine Stunde darf ich runter, treffe Klaus mit seinem Rad,
dann kommt Steffen mit den Neffen, sind auf kriegerischem Pfad.
Pfeil und Bogen ihre Waffen, jeder Fremde ist ein Bleichgesicht,
köstlich ihre Kriegsbemalung, Schokolade im Gesicht.
Dann ruft Mutter, Maik komm hoch, bin doch eben erst hinunter,
nach der Stunde Kampfgeschrei, ist die Hose etwas bunter.
Mutter schüttelt nur den Kopf, legt die neue Jeans bereit,
alle sitzen schon am Tisch, es ist Weihnachtsabendzeit.
Köstlichkeiten auf dem Tisch, wandern schnell in meinen Magen,
Mutter spricht noch ein Gebet, Opa schwärmt vom neuen Wagen.
Omi schläft im Sessel ein, hat ein Lächeln im Gesicht,
seh sie an und freue mich, dieser Tag war ein Gedicht.
© Thomas Knorri Renker

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